OECHSLER kooperiert mit der Hochschule Ansbach

Seit 18 Monaten arbeitet OECHSLER mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach zusammen. Jüngstes gemeinsames Projekt ist das OECHSLER-Wahlpflichtmodul "Medizinprodukteentwicklung nach dem Stage-Gate-Verfahren" an der Hochschule Ansbach. Prof. Dr. Roland Schnurpfeil, Leiter des Studiengangs Biomedizinische Technik (BMT), erzählt uns mehr über die vergangene und aktuelle Zusammenarbeit mit OECHSLER und die Vision, die beide Partner teilen.

Herr Prof. Schnurpfeil, lassen Sie uns von ganz vorne beginnen. Wann genau haben OECHSLER und die Hochschule Ansbach beschlossen, eine Partnerschaft einzugehen?

Nun, es begann zufällig im Frühjahr 2022, als ich einen Anruf von OECHSLERs Vice President Sales Healthcare, Felix Hess, erhielt. Einer meiner jungen Studenten hatte ein Praktikum im Vertrieb absolviert und Herr Hess wollte wissen, inwieweit eine Diplomarbeit in diesem Bereich möglich wäre. Da meine Forschungsinteressen im Bereich der Medizintechnik vor allem in allen Themen rund um Marketing, Produktmanagement und Vertrieb liegen, sagte ich natürlich sofort zu. Es folgten weitere Telefonate und Videokonferenzen, und wir stellten fest, dass es noch mehr Potenzial für beide Seiten gab. Im Juni 2022 hatten wir schließlich unser erstes "Projekttreffen" mit einer größeren Gruppe von Leuten bei OECHSLER. Seitdem konnten sie mehrere Bachelor- und Masterstudiengänge in verschiedenen Abteilungen von OECHSLER betreuen. Unser erstes großes gemeinsames Projekt war die Organisation eines Projektsemesters im Rahmen des Masterstudiengangs "Internationales Produkt- und Dienstleistungsmanagement". Im Sommersemester 2022 arbeiteten 35 Studierende aus 16 Nationen in verschiedenen Gruppen an der Entwicklung eines Medizinprodukts mit einem möglichst geringen CO2-Fußabdruck. Wie Sie sehen, hat unsere Partnerschaft schnell an Fahrt gewonnen und Sie fragen sich sicher, welche Vorteile die Hochschule Ansbach und insbesondere mein Studiengang daraus ziehen.

Was hat Sie dazu bewogen, eine Zusammenarbeit mit OECHSLER einzugehen und umgekehrt?

Nun, unser Studiengang Biomedizinische Technik war der erste in Bayern und ist auch heute noch einer der Innovativsten. Das konnten wir nur erreichen, da wir ständig daran arbeiten, den Studiengang und das Curriculum zu optimieren und an die Anforderungen der Gesellschaft und vor allem der regionalen Industrie anzupassen. Mit OECHSLER haben wir einen weltweit renommierten und innovativen Partner auf dem Gebiet der Polymertechnologie gewonnen, die auch in der Medizintechnik deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Und was können wir bieten? Junge Fachkräfte, die nicht nur über eine breite Ausbildung im Bereich der Medizintechnik verfügen, sondern auch im Projekt- und Qualitätsmanagement, im Produktmanagement und nicht zuletzt in Regulatory Affairs.

Wir haben gerade darüber gesprochen, dass OECHSLER und die Fachhochschule Ansbach seit eineinhalb Jahren zusammenarbeiten. Wie sieht die aktuelle Zusammenarbeit aus?

Nach dem spannenden Projektsemester im Sommer sind wir nun in der Phase des "Tagesgeschäfts" angekommen. Wir betreuen mehrere Abschlussarbeiten auf Bachelor- und Masterniveau, einige Studierende absolvieren ihr Praxissemester bei OECHSLER, und ich bin etwa alle zwei Wochen zu einem Koordinationstreffen im Unternehmen. Aber es gibt bereits Ideen für weitere Aktivitäten!

Nicht zu vergessen, dass OECHSLER derzeit an der Hochschule Ansbach das neue Wahlmodul "Medizinprodukteentwicklung nach dem Stage-Gate-Verfahren" anbietet, wie kam es dazu?

(lacht) Bei einem Treffen habe ich frech gefragt, ob OECHSLER an einer dauerhaften Präsenz an der Hochschule interessiert wäre. Am einfachsten war es, ein Wahlpflichtmodul einzurichten. Und da ich in meinem letzten Unternehmen, in dem ich vor meinem Wechsel an die Hochschule Ansbach gearbeitet habe, bereits an der Einführung eines Stage-Gate-Verfahrens beteiligt war, war das Thema schnell gefunden. Aber dann ging es an die Vorbereitung - das hat uns mehr als vier Monate gekostet. Und da wir eine staatliche Hochschule sind, musste unser Projekt auch vom Fakultätsrat genehmigt werden, um in den Lehrplan aufgenommen zu werden. Das war hauptsächlich meine Verantwortung.

Welche Vorteile sehen Sie in der Zusammenarbeit für beide Seiten, insbesondere im Hinblick auf das Angebot eines solchen Wahlpflichtmoduls für Ihre Studierenden?

Nach mehr als zehn Jahren an der Hochschule Ansbach habe ich festgestellt, dass junge Menschen oft wissen, was sie später im Leben machen wollen, aber nicht wie und vor allem nicht wo. Im Rahmen unserer Kooperation kann sich die OECHSLER AG als attraktiver und moderner Arbeitgeber präsentieren. Wir bieten Zugang zu potenziellen zukünftigen Fachkräften, die nach dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik ausgebildet werden und auf dem neuesten Stand der internationalen Standards sind. Wir wollen unser Studienangebot ständig verbessern und weiterentwickeln. Natürlich ist es ideal, wenn wir Industriepartner haben, die den Studierenden Praktika und Diplomarbeiten anbieten. Wenn dieser Partner aber auch zu den innovativsten der Branche gehört und direkt vor Ort ist, ist der Nutzen für beide Seiten am größten. Und mit unserem neuen Wahlpflichtmodul geben wir unseren Studierenden schon vor dem Praktikum tiefe praktische Einblicke in das moderne industrielle Umfeld.

"Wenn man zurückblickt auf das, was wir bisher erreicht haben, muss man zugeben, dass wir in sehr kurzer Zeit einen weiten Weg zurückgelegt haben. Aber natürlich gibt es bereits andere laufende Projekte. Zum Beispiel haben sich die Studierenden bereits für den Wahlkurs im nächsten Jahr angemeldet. Was wir noch nicht in Angriff genommen haben, ist die Diskussion über gemeinsame angewandte Forschungsprojekte, aber auch hier sehe ich Potenzial in allen Studiengängen unserer Fakultät für Ingenieurwissenschaften."

Prof. Dr. Roland Schnurpfeil
Leiter des Studiengangs Biomedizinische Technik (BMT)

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