„Pulmotree hat das Ziel, alle Produkte regional mit hohen Qualitätsstandards zu entwickeln und zu produzieren.“

Die Erfahrung von PULMOTREE-CEO Ulf Krüger im Bereich Biotechnologie und insbesondere im Management von Projekten, Programmen und Produktportfolien ist die Grundlage für das Geschäft des Life Science Start-Ups.

Interview mit Ulf Krüger, Gründer & CEO von PULMOTREE

Vor der Gründung von PULMOTREE verantwortete Ulf Krüger bei einem britischen Pharmaunternehmen den gesamten Geschäftsbereich für Membranvernebler. Zuvor war er in verschiedenen Positionen in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung tätig. Krüger ist Diplom-Biomedizintechniker und zertifizierter Senior Project Manager (IPMA® Level B) und Mitglied der The Aerosol Society, der European Respiratory Society (ERS) und der International Society for Aerosols in Medicine (ISAM). Darüber hinaus verfügt er über umfassende Branchenkenntnisse in den Bereichen strategische Entwicklung, Produktmanagement, F&E und Industrialisierung von inhalativen Medikamenten.

Wann und aus welchen Gründen haben Sie sich entschieden, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Das lässt sich leicht beantworten: Der Entschluss dazu wurde über Weihnachten 2017 getroffen. Ich war zu der Zeit noch bei meinem damaligen Arbeitgeber als Sector Head verantwortlich für das gesamte Membranvernebler-Programm. Was uns dazu motiviert hat PULMOTREE zu gründen, war die Möglichkeit, ein Unternehmen von Grund auf neu aufzubauen und die Produktentwicklung gezielt auf die aktuellen und künftigen Bedürfnisse von Pharmaunternehmen, Ärzten und Patienten auszurichten. Und das völlig unabhängig von existierenden Plattformen, auf denen wir zwangsläufig hätten aufbauen müssen.

Stellen Sie uns PULMOTREE bitte kurz vor. Was macht Ihr Unternehmen besonders – gerade in Bezug auf die Hardware & Software?

Wir bezeichnen PULMOTREE als eine „Respiratory Drug Delivery Boutique“, die sich auf die gezielte Verabreichung von Medikamenten in die Lunge spezialisiert hat. Darüber hinaus gehen wir Partnerschaften mit Pharmaunternehmen ein und arbeiten mit ihnen von der pre-klinischen Phase bis zur Markteinführung zusammen.. Hierbei ist es uns wichtig, dass wir die Patientinnen und Patienten fortwährend im Fokus behalten und das Thema Medikamentenapplikation um weitere Lösungen ergänzen, die bei der Therapie unterstützen.

PULMOTREE und OECHSLER arbeiten bei Teilen der Plattform „Kolibri“ zusammen. Bitte stellen Sie uns diese Anwendung kurz vor und erläutern Sie, warum diese anderen Wettbewerbsprodukten überlegen ist.

Kolibri ist eine Mesh-Vernebler-Plattform für Kombinationsprodukte (Drug & Device), welche auf die jeweiligen Patientengruppen, Erkrankungen, physikalischen Medikamenteneigenschaften und die Strategien unserer Pharmapartner angepasst wird. Auf Basis unserer umfangreichen Erfahrungen ist es uns gelungen, eine komplett neue Vernebler-Plattform zu entwickeln und dadurch viele bislang noch nicht erfüllte medizinische Bedürfnisse von Anfang an zu berücksichtigen.

Wir arbeiten mit OECHSLER im Bereich der Design-for-Manufacturing-Optimierungen, Entwicklung und Herstellung von Klein- und Großserienwerkzeugen und der Fertigung der Komponenten zusammen. Neben den hohen Qualitätsanforderungen hat Pulmotree den Anspruch alle Produkte so weit wie möglich regional zu entwickeln, zu produzieren und das alles eher in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, statt in einem klassischen Auftraggeber-Zulieferverhältnis.

Ulf Krüger
CEO & Gründer von PULMOTREE

Welchen Mehrwert bietet das Produkt dem Nutzer, den Ärzten und den Pharmaunternehmen?

Hier müsste man vielleicht kurz darauf eingehen, dass die zu behandelnde Person und unsere Kunden (Pharmaunternehmen) zwei unterschiedliche Individuen sind. Und um es noch komplizierter zu machen zusätzlich noch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte mit eigenen Anforderungen hinzukommen. Angefangen mit der kontrollierten und auf Effizienz getrimmten Deposition von Medikamenten (z.B. in die Alveolen der Lunge), haben wir Alleinstellungsmerkmale implementiert, die den Patientinnen und Patienten zu jeder Zeit Feedback zum richtigen Inhalationsmanöver geben, Daten zur Adhärenz und Inhalationsqualität in klinischen Studien automatisiert ausgewertet können, oder das Pharmaunternehmen mit der Key & Lock Funktionalität vor Produktpiraterie geschützt wird.

An welchen Schnittstellen kooperiert PULMOTREE mit OECHSLER und aus welchen Gründen? Wodurch hebt sich OECHSLER von anderen Technologiepartnern ab?

Wir arbeiten mit OECHSLER im Bereich der Design-for-Manufacturing-Optimierungen, Entwicklung und Herstellung von Klein- und Großserienwerkzeugen und der Fertigung der Komponenten zusammen. Neben den hohen Qualitätsanforderungen hat Pulmotree den Anspruch alle Produkte so weit wie möglich regional zu entwickeln, zu produzieren und das alles eher in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, statt in einem klassischen Auftraggeber-Zulieferverhältnis. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass gerade letzteres für deutlich kürzere Entwicklungszeiten sorgt, wenn man es schafft, die Teams frühphasig integrativ zusammenzubringen und ein vertrauensvolles Verhältnis auf Augenhöhe aufzubauen. Ich denke, das haben die Teams von PULMOTREE und OECHSLER sehr gut hinbekommen.

Wo sehen Sie PULMOTREE in zehn Jahren?

Klingt fast nach Vorstellungsgespräch :-D PULMOTREE soll sinnvoll und vor allem nachhaltig wachsen. Wir stellen das Unternehmen bereits jetzt so auf, dass die wachsende Nachfrage z.B. nach dem Kolibri mit den richtigen Produktionspartnern schnell und in gleichbleibender Qualität gemäß einem Stufenplan flexibel hochskaliert werden kann. Gleiches gilt hier für das wachsende Produktportfolio, das wir in den nächsten Jahren, nachhaltig, unter Berücksichtigung unserer integrativen „Local-Sourcing“-Strategie, ausbauen werden.

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